|  | Innenminister Bartling zu Gast in Göttingen |
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Von engagierter Teilnahme und großer Einigkeit im Ziel der Regionsbildung war die Diskussionsveranstaltung des SPD-Stadtverbands Göttingen geprägt, die am Montag in der Weender Festhalle stattfand. Die Göttinger Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta fasste zusammen: "Wir müssen die Regionsbildung voranbringen – durch Kooperation mit anderen Kreisen in Bereichen wie Verkehr, Wirtschaft und Müll ebenso wie durch eine neue Aufgabenverteilung zwischen Göttingen, dem Landkreis und den Gemeinden."
Zu Gast hatte die SPD den niedersächsischen Innenminister Heiner Bartling.
Bartling hob hervor, dass die anstehende und künftige Probleme mit der jetzigen Struktur nicht zu lösen seien. Dies habe die Frage nach der Region als Lösungsweg aufgeworfen. Er sei bereit, der Stadt und dem Landkreis Unterstützung bei der Bildung einer Region Göttingen zu leisten. "Grundlage muss das Prinzip Koordination in Kooperation sein." Im Mittelpunkt der Regionsbildung müsse vor allem Bürgernähe und Effizienzverbesserung stehen.
Der häufig gezogene Vergleich zur bereits gebildeten Region Hannover, die sich im Wettbewerb mit Wirtschaftsräumen wie Rhein-Main und dem Ruhrgebiet behaupten müsse, sei jedoch für die südniedersächsische Region ein falscher Maßstab.
Die SPD-Fraktionsvorsitzenden in Stadtrat und Kreistag, Tom Wedrins und Markus Hoppe erklärten einhellig, die Fraktionen würden den Ball aufnehmen: "Wir arbeiten am Thema und zwar mit Hochdruck. Bald sollen erste Ergebnisse zu sehen sein", so Wedrins.
Nach knapp zweistündiger Diskussion stellte Bartling fest, dass die Zielrichtung der Diskussion eindeutig stimme. Er verließ die Veranstaltung jedoch nicht ohne die Zusage, bald wieder "in die Region" zu kommen.
