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Land gibt Geld für Ganztagsschulen endlich frei



Erleichtert haben sich die stellvertretende Göttinger SPD-Vorsitzende Dr. Gabriele Andretta und die SPD-Ratsfraktion und geäußert: Das Land Niedersachsen hat nach langem Zögern jetzt die ersten Gelder für den Ausbau von Ganztagsschulen freigegeben und hiervon profitiert auch Göttingen. So stehen 450.000 Euro für die Heinrich-Heine-Schule bereit, um die für den Ganztagsunterricht erforderlichen Umbauten zu tätigen.

 

Wie der schulpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Stephan Klecha, mitteilte, werde die Stadt Göttingen selbst zusätzlich 50.000 Euro aus eigenen Mitteln für die Groner Hauptschule einsetzen. Damit könne nun unter anderem die Mensa am Schulstandort gebaut werden und das Provisorium im Bürgerhaus abgelöst werden. Die SPD betreibe bereits seit 2001 den Ausbau der Heinrich-Heine-Schule zur Ganztagsschule, der nun mit dem Zuschuss des Bundes zügig realisiert werden kann.

Außerhalb städtischer Trägerschaft werden in diesem Jahr in Göttingen die Montessori- und die Waldorfschule mit insgesamt 2,1 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm gefördert. Während für diese Schulen jetzt Planungssicherheit besteht, warten andere Schulen allerdings noch auf die Bewilligung der beantragten Gelder. Das gilt für die Erich-Kästner-Grundschule, die Personn-Realschule und das Otto-Hahn-Gymnasium.

 

„Rundum zufrieden kann die Stadt deswegen leider nicht sein", bemängelt Andretta. „Besonders wegen des Ganztagsverbunds zwischen der Heinrich-Heine- und der Erich-Kästner-Schule ist es sehr wichtig, dass noch 2004 zumindest die hierfür geplanten Beträge fließen." Andretta und Klecha hoffen, dass spätestens im kommenden Jahr die Mittel für die weiteren Projekte bereit gestellt werden.

 

Als dreist bewertet Andretta, dass Landesregierung und Regierungsabgeordnete sich öffentlich mit der wachsenden Zahl von Ganztagsschulen schmücken, selbst aber keinen müden Cent dafür zur Verfügung stellen. „Im Gegenteil: Die vom Land geplanten Kürzungen beim kommunalen Finanzausgleich gefährden qualifizierte Betreuungseinrichtungen im Ganztagsbereich", kritisiert Andretta.

 



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