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Persönliche Kritik an Wedrins ruft Unverständnis hervor



Die Göttinger SPD teilt die Ablehnung des Finanzkompromisses von Landrat und Oberbürgermeister. „Dass dieser Kompromiss so nicht angenommen werden kann, liegt auf der Hand“, so der SPD-Vorsitzende Tom Stolle, „die Stadt wurde übervorteilt und das mit Zustimmung aus dem Rathaus.“ Stolle sieht mit der Zustimmung des Oberbürgermeisters die finanzielle Situation der Stadt zusätzlich verschärft und befürchtet damit einen empfindlichen Rückschlag auf dem Weg aus der Schuldenfalle: „Wenn der Oberbürgermeister so verhandelt, kommen wir ab vom Ziel des Abbaus des strukturellen Defizits.“ Das Geld, das der Oberbürgermeister in den Verhandlungen preisgegeben habe, könne nicht durch Einsparungen und Kürzungen wieder wettgemacht werden. „Der OB macht große Sprünge – aber ins Schuldenloch!“, so Stolle. Das Verhalten der SPD-Fraktionen in Rat und Kreistag sei klar nachvollziehbar und richtig gewesen, meint Stolle weiter. Die Kreistagsfraktion müsse das Geschenk aus dem Göttinger Rathaus aus der Sicht ihrer Haushaltslage ebenso dankbar annehmen, wie die Ratsfraktion solch freigiebiges Finanzgebaren deutlich zurückweisen müsse. „Wenn der Antrag der SPD im Rat verabschiedet wird, dessen Unterstützung der Oberbürgermeister noch vor wenigen Wochen bekundet hat, derselbe Oberbürgermeister nun aber dagegen eintritt, weil er nicht in der Lage war, diese Position in den Verhandlungen mit dem Kreis durchzusetzen, spricht das für sich – nicht gegen die Ratsfraktion und nicht gegen deren Vorsitzenden Tom Wedrins“, meint Stolle. Die unsachliche und offenbar auf persönliche Verletzung angelegte Kritik des CDU-Kreisvorsitzenden Noack rufe bei der Göttinger SPD Unverständnis hervor, so Stolle: „Der Ton der Kritik überrascht. Warum jemand, der sich sachlich im Recht glaubt, so etwas nötig hat, erschließt sich uns nicht, allenfalls dass es so scheint, dass ein getroffener Hund bellt. Sachliche Argumente und ein vernünftiger Kompromiss hätten der gesamten Diskussion weiter geholfen als Angriffe und Diffamierungen“, ist Stolle überzeugt. Weder das für die Stadt äußerst unbefriedigende Kompromissergebnis noch der Stil bei der Verteidigung desselben dürften Maßstab für zukünftige Verhandlungen sein.

 



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