|  | Programme gegen Arbeitslosigkeit zeigen Wirkung |
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Als „nicht hilfreich“ weist die Göttinger Landtagsabgeordnete und stellvertretende SPD-Stadtverbandsvorsitzende Dr. Gabriele Andretta die Pauschalkritik des DGB-Vorsitzenden Wertmüllers (GT vom 7.Dez.) an der Untätigkeit der Politik zurück. In Göttingen sei der Anstieg der Arbeitslosenquote gestoppt worden, im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der Arbeitslosen in Göttingen sogar leicht gefallen. Besonders positiv sei die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit. Nach Angaben des Arbeitsamtes sind in Göttingen 899 Jugendliche arbeitslos gemeldet und damit rund 22% weniger als noch im Sommer 2001. Landesweit sei die Zahl sogar halbiert worden.
„Diese positive Entwicklung ist nicht vom Himmel gefallen, sondern das Ergebnis konkreter Politik,“ so Andretta. Im Verbund mit Unternehmen und Gewerkschaften habe das Land ein gemeinsames Programm zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit initiiert, das Wirkung gezeigt habe. Gerade Göttingen habe von den Initiativen der Landesregierung profitiert. In Göttingen sei landesweit eines der ersten Jugendbüros an den Start gegangen, ebenso erfolgreich arbeiteten die Anlauf- und Beratungsstellen für Jugendliche RAN und RABaZ ; Göttingen verfüge über vier vom Land geförderte Jugendwerkstätten, zwei vom Arbeitsamt geförderte Ausbildungswerkstätten und einen IT-Ausbildungsverbund. Zudem habe die Kooperation verschiedener Träger der Jugendberufshilfe für das Jahr 2003 neue Angebote der Jugendberufshilfe ermöglicht (z.B. in Grone-Süd). Land und Stadt hätten schon früh bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit einen Schwerpunkt gesetzt, um den am Arbeitsmarkt benachteiligten jungen Menschen eine berufliche Chance zu geben. Mit diesem Bündel von Maßnahmen sei aktiv die Arbeitslosigkeit bekämpft worden.
„Diese Erfolge lässt sich die Göttinger SPD nicht kaputt reden“, sagt Andretta. Die Instrumente der Beschäftigungs- und Wirtschaftspolitik der Stadt Göttingen seien höchst effizient, so sei Mozart, das gemeinsame Projekt von Arbeitsamt und Sozialverwaltung zur Vermittlung von Langzeitarbeitslosen, bundesweit beispielgebend. Gleiches gilt für die im Jahr 2002 vertraglich erweiterte Kooperation von Stadt und Landkreis in den Feldern Arbeitsvermittlung und Jugendberufshilfe. „Hier ist niemand untergetaucht, sondern es ist gehandelt worden“, so Andretta.
Angesichts der Lage auf dem Arbeitsmarkt, seien weiter gemeinsame Anstrengungen notwendig. Der grossen Herausforderung, die Umsetzung des Hartz-Konzeptes in Göttingen, werde sich die SPD in Stadt und Land stellen. „Ziel ist es, die erfolgreiche Beschäftigungspolitik der Stadt zu sichern, neue Strukturen einer regionalen Wirtschaftsförderung zu schaffen und Investitionen zu fördern“, sagte Andretta. Alle politisch Verantwortlichen müssten an einem Strang ziehen, auch der DGB.
