|  | Andretta: „Immer neue Fragen zur Zukunft der Parteienforschung“ |
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Aus Sicht der SPD-Fraktion ergeben sich in der Debatte um die Zukunft der Parteienforschung in Göttingen und Osnabrück immer neue Ungereimtheiten. Auch die von der SPD beantragte Unterrichtung durch Staatssekretär Lange in der heutigen Sitzung des Wissenschaftsausschusses hat nicht zur Klärung beigetragen. „Im Kern geht es um die Frage, ob die renommierte Parteienforschung in Göttingen geopfert werden soll, um in Osnabrück der Landesregierung vielleicht genehmeren Ersatz zu schaffen“, sagte heute die hochschulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Dr. Gabriele Andretta.
Seit geraumer Zeit wird über die Pläne der Universität Göttingen diskutiert, die Politikwissenschaft inklusive der dort angesiedelten Parteienforschung zu schließen. Dies ist in Gesprächen zwischen der Göttingen Hochschulleitung und dem Wissenschaftsministerium vereinbart worden, obwohl die Experten der Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen den Göttinger Forschern hervorragende Arbeit bescheinigen. Besondere Brisanz erhält die Debatte dadurch, dass ein Kommunalrechts-Experte mit finanzieller Unterstützung des Landes ein ganz ähnliches Zentrum an der Universität Osnabrück aufbauen will. Medienberichten zu Folge soll Ministerpräsident Wulff diese Bestrebungen massiv unterstützen.
„Staatssekretär Lange hat heute im Ausschuss jede Intervention durch die Staatskanzlei verneint. Wir wollen seine Aussage jetzt per Akteneinsicht überprüfen“, so Andretta.
