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Veranstaltung der AsF und des Gleichstellungsbüros der Universität
„Frauen verstehen nichts von Technik“ – ein Klischee, das durch die Statistik scheinbar bestätigt wird. Nur 20% beträgt der Anteil von Studentinnen in den Ingenieurwissenschaften; diese Zahl ist seit Jahren konstant und Anlass für Frau Dr. Lukoschat, die „Femtec“ in Berlin zu gründen. Das Unternehmen fördert Frauen, die ein entsprechendes Studium wählen, hilft bei der Karriereplanung und vermittelt Kontakte zur Industrie. Denn auch nach erfolgreichem Abschluss sind Frauen häufiger arbeitslos als Männer. In den Forschungsabteilungen der Firmen arbeiten nur 19% Frauen; das ist angesichts der Verdienstmöglichkeiten besonders ärgerlich.
Frau Dr. Neher, Leiterin des XLab in Göttingen, setzt bereits früher an. Schülerinnen können dort bei naturwissenschaftlichen Experimenten erfahren, wie spannend dieses Fachgebiet ist. Dabei hat Frau Dr. Neher festgestellt, dass Mädchen mindestens genauso interessiert und überlegter an Aufgaben herangehen – oft erfolgreicher als Jungen.
Indirekt bestätigte Sophie-Charlotte Gleber, Doktorandin der Physik, das fehlende Interesse von Mädchen an ihrem Fach.
Sie selber hatte immer Freude an den Naturwissenschaften. Viele ihrer Mitschülerinnen konnten das allerdings nicht nachvollziehen - schon gar nicht, dass man Physik als Leistungskurs belegt.
Wie unbefriedigend die Situation in Niedersachsen ist, erklärte Gabriele Andretta. Gerade hierzulande ist der Bedarf an Natur- und Ingenieurwissenschaftlern besonders groß. Aber außer symbolischer Politik wie dem Girls´ Day und dem Ruf nach ausländischen Fachkräften passiert nichts. Angesichts der dramatischen Situation sei es „ ein Skandal, dass weder die dringend notwendige Reform des Schulwesens noch Frauenförderpläne realisiert werden – obwohl die Konzepte längst in der Schublade liegen!“
Für Dr. Edit Kirsch-Auwärter, die Moderatorin des Abends, gab es wenig Konfliktpotential; alle Frauen waren sich einig, dass bereits in der Grundschule das Vorurteil vieler Mädchen , Naturwissenschaftler seien vertrottelte alte Männer in weißen Kitteln, korrigiert werden muss.
Fazit: Voraussetzung für eine zukunftsfähige Bildungspolitik ist der Regierungswechsel in Niedersachsen.
Petra Rudolphi-Korte 
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