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Feridoon „Ferry“ Ahmadi-Marwi geehrt


Der Bundespräsident hat „Ferry“ die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Zu dieser hohen Auszeichnung gratuliert die Göttinger SPD mit großer Freude.

 

Diese Auszeichnung gilt den vielfältigen Aktivitäten von Feridoon Ahmadi-Marwi zur Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger in Göttingen, vor allem in unserem Ortsteil Grone. Ein weites Feld ehrenamtlicher Arbeit und ein langjähriges, beeindruckendes Engagement in unterschiedlichen Funktionen und Ämtern und in verschiedenen Organisationen und Institutionen. Sein uneigennütziges Wirken für die Interessen ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürgern, das ja auch immer Einsatz für unser Gemeinwohl bedeutet hat, ist nicht zu trennen von der individuellen Lebensleistung, von seiner persönlichen Vorbildhaftigkeit, die vielen in Göttingen und außerhalb unserer Stadt ein Beispiel gegeben hat.

 

Seine Biografie ist geprägt von der familiären Tradition des politischen und sozialen Engagements, des Aufbegehrens gegen die Verletzung von Menschenrechten und des leidenschaftlichen Kampfes für Freiheit und Demokratie.

 

Das musste Feridoon Ahmadi-Marwi, der Deutschland seit 1962 kennt, in Konflikt mit dem Schah-Regime bringen. Und führte fast zwangsläufig 1977 zu einem Asyl in der Bundesrepublik. Das musste ihn letztlich auch in der islamischen Republik Iran verzweifeln lassen. Und machte ebenso zwangsläufig 1987 die unfreiwillige Ausreise aus der geliebten Heimat nötig. Zum Schutz seiner Familie und seiner selbst.

 

Natürlich – mag man fast sagen – führte dieser Weg nach Deutschland. Hier hatte er schon zu Beginn der 60er Jahre Sprachkurse besucht, einen Beruf als Maschinenschlosser erlernt. In unserem Land hat er später sowohl in Göttingen wie in Karlsruhe sozial- und ingenieurwissenschaftliche Studien absolviert. Und hier hat er sich und seiner Familie eine Existenz aufgebaut und gesichert. (...)

 

Er bringt sein Erleben und seine Erfahrung als Migrant ein, seine ganze demokratische Leidenschaft und sein unverwüstliches politisches Temperament. Er ist in eine demokratische Partei eingetreten, in die SPD, hat in ihren Gremien, auch in ihrer Ratsfraktion, mitgearbeitet. Er hat sich in den Dienst des Göttinger Integrationsrates gestellt. Er hat den Integrationsrat in Ausschüssen unseres Rates vertreten.

 

Er hat sich insbesondere um die Menschen in Grone gekümmert, dort, wo es einen beträchtlichen Anteil von Mitbürgerinnen und Mitbürgern gibt, die eine Einwanderungsgeschichte haben. Er war beim „Runden Tisch“ dabei. Er war Mitglied im Unterausschuss „Sanierung Grone“. Die Erich-Kästner-Schule durfte auf ihn als Schulbetreuer rechnen.

 

Alle die ihn kennenlernten und ihn nur „Ferry“ nennen, haben ihn auch schätzen gelernt. Und das sind nicht wenige. Wir wünschen Dir weiterhin alles Gute. (Auszüge der Rede von Dagmar Schlapeit-Beck anlässlich der Verleihung am 23.11.2009)

 

 



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