|  | Wir sind "Spitze" - und was nun? |
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von Gabi Andretta, Landtagsabgeordnete
Die Göttinger Sozialdemokratie gratuliert der Universität zu ihrem großen Erfolg! Profitieren vom neuen Glanz werden nicht nur die Universität und die beteiligten Forschungseinrichtungen. Zu den Gewinnern gehören ebenso die Stadt als attraktiver Studienort und die Region Südniedersachsen als dynamischer Forschungsstandort. Es war ein langer, steiniger Weg zu diesem Erfolg. Als 2004 die damalige Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn die Exzellenzinitiative auf den Weg brachte, kam aus Niedersachsen großer Widerstand. Im Landtag wurde Edelgard Bulmahn von der CDU mit Hohn und Spott überschüttet,Wulff und Stratmann ließen damals nichts unversucht, die Exzellenzinitiative noch zu Fall zu bringen. Und heute? Die größten Blockierer von damals lassen sich ungeniert als Sieger feiern – welche Verlogenheit!
Doch blicken wir nach vorn: Jetzt kommt es darauf an, dass auch die Studierenden von der Spitzenförderung profitieren. Zu einer exzellenten Forschung gehört auch eine exzellente Lehre und zwar nicht beschränkt für wenige Auserwählte. Bisher wurde die Lehre eher stiefmütterlich behandelt, völlig zu Unrecht. In der Lehre wird der wissenschaftliche Nachwuchs von morgen ausgebildet und alle wissen, Spitze erhält man nur dort, wo man in der Breite fördert. Das bedeutet auch, dass der Zugang zu den Hochschulen offen sein muss. Nicht der Geldbeutel der Eltern darf über die Chance, studieren zu können, entscheiden, sondern das Talent. Deshalb werde ich als Wissenschaftsministerin in einer SPD-geführten Landesregierung nach einem Wahlsieg am 27. Januar 2008 die Studiengebühren sofort wieder abschaffen. Unser Beitrag zur Exzellenz!
