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Podiumsdiskussion der Friedrich-Ebert-Stiftung


 

In der spannenden Diskussion mit dem Publikum wurde vor allem auf die Notwendigkeit von professioneller Beratung und Unterstützung hingewiesen. Göttingen ist nicht nur Spitze in der Kinderbetreuung, sondern auch in Beratungsangeboten, die aber offenbar nicht allen bekannt sind. Auf die Schlussfrage von Gabriele Andretta, was aus Sicht der Expertinnen auf dem Podium am dringendsten politisch verändert werden muss, rangierte die Bildung ganz oben: Gut ausgestattete Ganztagsschulen, Lernmittelfreiheit und Krippenplätze für jedes Kind.Wie groß das Interesse an dem Thema ist, zeigte der Besucherandrang – nicht nur von Betroffenen, sondern vor allem auch den Verbänden und Initiativen, die mit der Situation Alleinerziehender konfrontiert sind.

 

Kinderarmut – dieses traurige Kapitel deutscher Sozialpolitik war am 19.11. Thema in einer von der Göttinger ASF initiierten Veranstaltung im Nachbarschaftszentrum Grone. Dagmar Schlapeit-Beck stellte zunächst den „Masterplan Kinderarmut" für Göttingen vor, der belegt, dass das Armutsrisiko alleinerziehender Mütter besonders hoch ist. Bestätigt wurde das von Angelika Schunke, Familienanwältin in Braunschweig. Sie kritisiert besonders das neue Unterhaltsrecht, das Mütter zwingt, nach dem 3. Lebensjahr des Kindes eine Arbeit aufzunehmen - ohne gleichzeitig ausreichende Kinderbetreuung zu gewährleisten. Monika Placke, Geschäftsführerin des Vereins alleinerziehender Mütter und Väter Niedersachsen, fordert vor allem mehr Geld für die Betroffenen und Ganztagsschulen - denn nicht nur materielle Not bedrückt die Mütter, sondern auch die Verantwortung, die sie ganz allein tragen. Dazu kommt die Belastung, den Alltag ohne Partner organisieren zu müssen.



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