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Der SPD-Stadtverband Göttingen kritisiert den Polizeieinsatz in der Uni am vergangenen Dienstag als unnötig und völlig überzogen. Beim Besuch eines Innenministers, dessen Politik der harten Hand nicht überall beliebt ist, müsse immer mit Demonstrationen gerechnet und müssten diese auch ertragen werden. „Mit dieser Veranstaltung wollte der RCDS bewusst eine Situation herbeiführen, in der es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei kommt. Dass aber nicht durch die Demonstranten, sondern durch die Polizei und ihr gewaltsames Vorgehen die Eskalation provoziert wurde, scheint weder in das Weltbild des RCDS noch dem der Polizei zu passen.“, so der Stadtverbandsvorsitzende Horst Reinert. In den Pressemitteilungen der konservativen Studentenverbände von CDU und FDP und auch von der Polizei wurde die Situation dargestellt, als sei Göttingen einmal wieder der Hort gewaltbereiter und krimineller linker Horden, obwohl Augenzeugenberichte und Videoaufzeichnungen ein anderes Bild ergeben. „Dass bei dem Polizeieinsatz auch einige Jusos verletzt wurden, unterstreicht die Darstellung eines unverhältnismäßigen Vorgehens der Beamten.“

Dass es überhaupt zu dieser Veranstaltung gekommen ist, hält die Göttinger SPD für eine bedauerliche Fehleinschätzung der Universität, die sich offenbar vom RCDS hat instrumentalisieren lassen. Das Thema der Veranstaltung habe jedenfalls in keiner Weise etwas mir dem derzeitigen Wahlkampf für das Studierendenparlament zu tun.



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